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Geländeausgestaltung am Beispiel eines Schrebergartens

Am Beispiel eines Schrebergartens, der im Schwäbischen auch als "Stückle" bezeichnet wird, zeige ich Ihnen hier, wie Sie einen Garten ausgestalten können:

Unser Schrebergarten entsteht auf mit brauner Dispersionsfarbe angemaltem Untergrund.
Der Untergrund besteht hier aus Styrodur, aus dem ein Großteil der Geländeform entstand.
Dieses Material, das über den Baumarkt oder Baustoffhandlungen bezogen werden kann, ist für den Landschaftsbau ideal geeignet.
Es ist leicht, durch seine feinen Poren problemlos mit Säge, Bastelmesser, Raspel und Feile zu bearbeiten und sehr stabil.
Der hier gezeigte Landschaftsausschnitt entstand aus mehreren miteinander verklebten Schichten von diesem Material.

Die Abgrenzung der Bete besteht aus Funierholz, das sich problemlos mit der Schere oder dem Bastelmesser zuschneiden lässt. Alternativ können Bete auch mit einer Abgrenzung aus Betonsteinen auf der Basis von Plastikprofilen entstehen, oder komplett weggelassen werden.
Als Erdimitation eignen sich Streumaterialien in Brauntönen, wie sie zuhauf von der Zubehörindustrie angeboten werden.
Alternativ kann auch echte, getrocknete und zerkleinerte Erde verwendet werden.

Der Bauwagen stammt aus einem Pola-Bausatz und wurde farblich behandelt und gealtert.

Die in die Bete eingestreute "Erde" wird nun mit einem dünnflüssigen Holzleim-Wasser-Gemisch verklebt.

Während die Bete trocknen, kann man sich um die Bepflanzung kümmern.
Dafür bieten Firmen wie "NOCH" und "Busch" zahlreiche Zubehör-Sets an. Der hier verwendete Salat und Kohl stammt von Busch (Artikelnr.:1213). Der Rhabarber ist aus der "Laser-Cut"-Serie von NOCH.
Die Bohnenstangen sind selbst gemacht.
Dazu werden Stücke aus 1mm dickem Draht braun lackiert. Nach dem Trocknen werden die Stangen in Holzleim getränkt und in grünem Streumaterial gewälzt - fertig sind die Bohnenstangen.
Diese müssen dann nur noch wie die zusammengebauten und gegebenefalls farblich behandelten Salatköpfe in vorher eingebrachte Bohrungen geklebt werden.

Nun kann damit begonnen werden den Garten abzugrenzen.
Zäune sind ebenfalls bei vielen Zubehörherstellern im Programm und in allen möglichen Formen und Farben zu haben. Das hier verwendete Material stammt von "Kibri" und wurde farblich nachbehandelt, um den Plastikglanz weg zu bekommen. Die Zaunpfosten können in das weiche Styrodur eingedrückt und mit Holzleim verklebt werden.

Bei Styrodur und anderem Hartschaum auf keinen Fall Farben und Klebstoffe mit Lösungsmittel verwenden, da diese das Material anfressen würden!

Ein Teil des Gartens soll mit Maschendraht eingezäunt werden.
Dazu müssen Pfosten aus 1mm starken Draht gesetzt werden.

Danach kann mit der Gestaltung des Bodens begonnen werden.
Hier kam gesiebter Vogelsand und Gleisschotter in unterschiedlicher Körnung zum Einsatz.
Verklebt wurde wieder mit der Holzleim-Wasser-Mischung, der wegen des hellen Sandes noch etwas dunkle Farbe beigegeben wurde.

Abschließend folgt die Begrünung.
Dazu wurden Grasfasern mit unterschiedlichen Grüntönen verwendet. Die Bäume stammen aus dem "Faller-PREMIUM"-Programm und die Büsche wurden aus "Heki-Floor" geformt.

Das Thema Begrünung werde ich noch in einem eigenen Bericht genauer behandeln!

Nach dem Begrasen kann dann auch der Maschendrahtzaun von Busch an die Pfosten geklebt werden. Dazu eignet sich am besten Sekundenkleber.
Mit dünner rotbrauner Farbe lässt sich dann noch Rost andeuten.
Das Plumpsklo stammt von "Auhagen".

Kleine Details wie Figuren beleben den Garten erst richtig.
Ich vertraue dabei auf "Preiser", da diese Figuren durch realistisches Aussehen und die eingefangenen Bewegungen überzeugen.

Der kleine Schuppen stammt übrigens von "Faller" und wird dort als Streckenbude vertrieben.

Auch hier gilt, dass es sich nur um ein Beispiel handelt.
Sämtliche aufgezeigten Methoden können auch auf andere Gegebenheiten angewandt werden und müssen nicht sklavisch befolgt werden.

Von Matthias Winkler

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