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Spur 1

Die Geschichte der Spur1 im moebac begann in den 90-igern mit einem „doppelten Lottchen“ (V36 Doppeleinheit), einer Köf II und einer weiteren Diesel-lokomotive der Baureihe 218. Obwohl bereits einige Mitglieder dem „großspurigen“ verfallen waren und eine Spur 0 Modulanlage auf einer der vorherigen Ausstellungen präsentieren konnten, war das Angebot an Fahrzeugen lange Zeit nicht überzeugend. Die ersten Spur1-Präsentationen fanden in einem einfachen Rahmen statt, und die robusten Gleise wurden einfach auf Tische verlegt. Bald stiegen die Anforderungen, und die großen Modellzüge sollten durch Landschaften fahren. Eine „richtige“ Modelleisenbahn mit viel Landschaft und großen Bahnhöfen für lange Züge war mangels verfügbaren Raumes unmöglich. Transportable und dennoch leichte Module in einer akzeptablen Größe waren schnell als Lösung gefunden. Die ersten drei Module konnten bald bei einer Ausstellung in der Pestalozzi-Schule gezeigt werden. Weitere Versuche mit unterschiedlichen Materialien und Holzqualitäten folgten. Viele Ideen und Vorschläge wurden skizziert und oftmals auch wieder verworfen. Doch nach vielen Diskussionen und einigen „Prototypen“ später fand sich ein Kompromiss für „unsere“ Spur1 Module:

  • Der Gleismittenabstand soll dem Vorbild ähnlichen Abstand von 14cm entsprechen (üblicher Standard von Märklin ist 15,6cm).
  • Die längsten im Fachhandel erhältlichen Gleisstücke waren 90 cm lang, und zwei Hübner-Weichen benötigten 120cm Länge. Die Längen für gerade Module können somit 90cm bzw. 120cm betragen. Zu Guter letzt, vier Module in 90cm oder drei Module in 120cm ergaben dieselben Längen und zusätzliche Ausgleichsmodule sollten nur bedingt erforderlich sein.
  • Die Modulbreiten sollen ein Vielfaches des Gleismittenabstandes betragen, um ein einfaches Nebeneinanderreihen in Bahnhöfen mit 14cm Gleisabstand zu ermöglichen.
  • Das Profil der seitlichen Landschaft soll oberhalb der Schienenoberkante liegen, um ein einfaches Stapeln der Module zu ermöglichen. Neben dem Schutz der Gleise beim Stapeln der Module soll die erhöhte Landschaftskante einen Absturz von Fahrzeugen bei einem vermeintlichen Unfall verhindern.
  • Die Bohrungen der Verbindungsschrauben und die Lage der Gleise sollen geringsten Toleranzabweichungen folgen, um einen reibungslosen Betrieb zu erzielen.
  • Jedes Modul soll die Vorrichtung zur Aufnahme/Befestigung von vier Füßen erhalten. Somit kann jedes Modul eigenständig und flexibel aufgebaut werden.
  • Die Verbindungsschrauben der Module sollen die Stromversorgung der Gleise übertragen, sodass kein zusätzlicher Verkabelungsaufwand beim Aufbau der Module notwendig ist.

Schon bald konnten einige Bereiche der mit Tischen gebauten Anlage mit Module ersetzt werden. Schritt für Schritt wurden neue Module gebaut. Bis heute entstanden annäherend 200 Module mit verschiedenen Bahnhöfen und Haltepunkten und natürlich mit langen Fahrstrecken für die imposanten Lokomotiven und Züge. Das Interesse an der Spur1 im moebac begann bei zwei Vereinsmitgliedern. Doch zwischenzeitlich stieg die Anzahl der aktiven Spur1-er im moebac auf ca. 10 Personen.

Nicht nur Mitglieder des moebac, sondern auch die Modellbahnhersteller zeigten immer mehr Interesse am Maßstab 1:32 und der Spur1. Neue Modelle mit höchster Detaillierung in Großserienfertigung aber auch neue Modellhersteller und Hersteller von Ausgestaltungsartikeln kamen auf den Markt. Bei zunehmenden Stückzahlen wurden die fast unerschwinglichen Handarbeits-Messingmodelle kostengünstiger und vielzähliger. Heute sind die in Fernost gebauten, feinstdetaillierten Kleinserien-Handarbeitsmodelle der Firmen Kiss, KM-1, Dingler und andere weit verbreitet. Vorbildgetreuer, von der Geschwindigkeit abhängender Sound ist ebenfalls Standard wie ein radsynchroner Dampfausstoß bei Dampfloks oder eine drehzahlgeregelte Rußfahne aus dem Auspuff einer Diesellok.

Nicht nur der Standard der Modelle steigerte sich – auch der moebac legte sich eine computergesteuerte Fräsmaschine zu. Mit dieser Fräsmaschine konnten Bohrschablonen, Sägeschablonen und Führungsschablonen für die Holzoberfräse gefertigt werden. Heute sind die meisten unserer Module mit diesen Schablonen gefertigt bzw. überarbeitet. Durch diese Hilfsmittel konnten geringste Toleranzen eingehalten werden, und die Module können bedenkenlos in jeglicher und beliebiger Kombination zusammengestellt werden. Ein kleines Oval mit 1-gleisiger Strecke und 3-gleisigem Haltepunkt im Format 6m x 2,5m ist ebenso möglich wie eine 2-gleisige Hauptstrecke mit 5-gleisigem Bahnhof mit abzweigender Nebenstrecke und weiteren Haltepunkten in der Größe einer Turnhalle.

Gab man sich früher mit den „schlanken“ Märklin-Weichen mit 22,5° und einem Abzweigradius von 1020mm zufrieden, so sind neue Module mit wesentlich großzügigeren und vorbildgerechten Weichenbausätze mit 10° und Abzweigradius 2300mm bzw. 7,5° und Radius 4500mm gebaut. Natürlich ist der Platzbedarf einer Weiche mit 4,5m Abzweigradius deutlich größer, und solche Weichen mit 80cm Länge passen dann gerade noch auf ein 90cm Standardmodul. Am Ende wird ein einfacher Haltepunkt mit 3 Gleisen und beidseitigem Weichenvorfeld 12 Meter lang. Dieses sprengt die privaten Räumlichkeiten jedes Mitgliedes und auch die Räumlichkeiten des moebac. Deshalb sind Ausstellungen des Modell-Eisenbahn-Clubs oder Veranstaltungen bei befreundeten Vereinen der einzige Rahmen, welcher den Platzbedarf für einen solchen Aufbau und die Vorführung in solchen Dimensionen bietet.

 

Weitere Bilder zur Spur 1 finden Sie in unserer Galerie

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